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vormals Plattform der Verkehrsinitiativen im Großraum Salzburg |
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| Die GRUNDFORDERUNGEN
der SALZBURGER VERKEHRSPLATTFORM: |
Entlastung der Straßen
durch die Bahn? |
| Präambel: | Keine Maßnahme im Verkehrsbereich darf für die Bevölkerung insgesamt eine Verschlechterung des Istzustandes im Umweltverbund (Bahn-, Bus-, Rad-, Fußverkehr) verursachen. |
| Umweltverbund hat Vorrang |
Alle Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltverbundes
haben absoluten Vorrang vor Straßenbaumaßnahmen, wobei sich dies sowohl
im Bundes-, Landes- als auch den Gemeinde-Budgets niederschlagen muss. |
| Rückkehr zum Integralen Taktfahrplan |
Der NAT 91 (Neuer Bahn-Austro-Takt = Mindestbedienqualität
ein Stundentakt auf allen Hauptstrecken in jede Fahrtrichtung) ist sowohl
im Zentralraum als auch in Österreich wiederherzustellen und an die Gegebenheiten
(Stadt-Regionalbahn) anzupassen |
| Bahn Vorrang vor Busse - keine Parallelverkehre | Busparallelverkehre in Konkurrenz zu Bahnen werden nicht mehr "bestellt" und in Bahnlinien-Zubringer und Ortsverkehre umorganisiert, was sich ökonomisch rechnet und ökologisch sinnvoll ist. |
| Weitblickende Raumplanung für Schienentrassen/Radwege | Neue Schienentrassen und Radwege werden in die REK-Salzburg (Räumlichen Entwicklungskonzepte) bzw. in die LEP-Bayern (Landesentwicklungspläne) und in die örtlichen Flächenwidmungspläne als "verbindliche Vorbehaltsflächen für Verkehrswege" eingebunden. |
| Grundsatz der Verkehrsvermeidung | Alle Maßnahmen in der Raumplanung sind "vom Grundsatz der Verkehrsvermeidung" auszugehen (Wohn- und Betriebsstätten) und dürfen keinen zusätzlichen KFZ-Verkehr fördern. |
| Stundentakt ist bei Fahrplänen ist Mindestbedienqualität | Vom Besteller von Verkehrsdiensten werden Grundintervalle in den Fahrplänen binden festgelegt. Als Mindestbedienqualität wird der Stundentakt auf allen Linien fixiert. Ein allfälliger Zwei-Stundentakt ist nur in Ausnahmefällen zu akzeptieren. Die Intervalle im innerstädtischen Obus- und Kraftwagen-Linien-Netz (OKL) Salzburgs sollten zehn Minuten nicht überschreiten, auch an Sonn- und Feiertagen. Im Zuge der EU-weiten Bahnliberalisierung sollte dies ein Eckpfeiler für die Attraktivierung und den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel sein. |
| Bahnausbauten Vorrang vor Schnellstraßen und Autobahnen | Dem Bau oder Ausbau von Schnellstraßen und Autobahnen, die radial die Region Stadt-Salzburg und Umlandgemeinden betreffen, ist absolut eine klare Absage zu erteilen,. Als Alternativen sind allen Verkehrsarten auf der Schiene der Vorrang einzuräumen und dabei sind alle logistischen, technologischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten auszuloten. |
Ziele des Klimabündnisse für EUREGIO bindend |
Die Erkenntnisse und Willenserklärungen, die
bei der Unterzeichnung des "Klimabündnisses" sowohl von Stadt und Land Salzburg
als auch von verschiedenen Gemeinden des Landes als richtig und sinnvoll
anerkannt wurden, sind in den EUREGIO-Beschlüssen zu berücksichtigen und
sollen als Basis eine EU-Vorreiterrolle im Umweltschutz dienen |
| Für einen österreichweiten Verkehrsverbund | Ein österreichweiter Verkehrsverbund mit einem einheitlichen Tarifsystem ist anzustreben statt der unterschiedlichen Landesverbünde mit unterschiedlichen Tarifen und Zuschüssen des Bundes. |
| Regionalbahnen erhalten und attraktivieren | Die Regionalbahnen sind in ihrer Gesamtstruktur zu erhalten und durch Ausschreibung einzelner Bahnen sollte jedenfalls ein neuer Betreiber gefunden werden, wobei die Ausschreibung von unabhängigen Consultingunternehmen durchgeführt werden soll. |
| Verlagerung des Gütertransportes auf die Bahn - durch Roadpricing zur Kostenwahrheit | Durch eine massive Verlagerung von Massen- und Gefahrengütern von der Straße auf die Bahn ist eine Trendwende beim überbordenden Transitverkehrs einzuleiten, wobei dabei dem flächendeckenden Roadpricing für LKW eine Schlüsselstelle als Schritt zur Kostenwahrheit zukommt. |
Für den Inhalt verantwortlich:
Mag. Peter Haibach
Erstellt: Manfred Straberger
Letzte Änderung: 2001-02-19 15:19